Der Masterplan

Die Planung ist der nächste konsequente Schritt vom Träumen, Wünschen und Hoffen.

Zu planen gibt es einiges. An dieser Stelle ist die Planung des Fahrzeugs und  Zuhause erwähnt. Die Auswahl des idealen Fahrzeugs schien uns von Beginn weg sehr zentral zu sein. In den Anfangsphasen haben wir uns mit Kleinbussen alla Mercedes Sprinter, Ford Transit auseinander gesetzt - 4x4 natürlich!  Die Erfahrungen aus Danis Endurotour durch Kirgistan brachten neue Erkenntnisse. Flussüberquerungen, schlammige, ausgefahrene Passtrassen, Tracks mit Sandpassagen und Temperaturunterschiede von 50 Grad und mehr würden den Bus und deren Insassen überfordern. Ein wendiger 4x4 Kleinlaster (<7.5t) mit separaten, gut isolierten Wohnaufbau muss her. In dieser Phase haben wir uns auf Fahrzeuge wie Iceco Daily, Bremach T-Rex, Bucher Duro, usw. fokussiert.

 

Unzählige Stunden verbrachten wir im Internet und haben die einschlägigen Foren durchforstet, auf Marktplätzen wie AutoScout24, mobile.de, Europa-Lkw.de und weiteren, Suchabos platziert und täglich analysiert, Veranstaltungen besucht, über das eigene Netzwerk Experten befragt und Fahrzeuge besichtigt. Zwischenzeitlich sind wir abgedriftet und haben sogar auf LKWs im Format von MAN L2000 oder Mercedes 917, 1017 ein Auge geworfen - also über 7.5t. Die Phase war allerdings kurz.

 

 

 

Wegweisend war der Besuch im Unimog Museum. In Gaggenau auf dem Museumsareal treffen sich alljährlich unzählige Unimogbesitzer und solche die es noch werde möchten.  Michael Dennig der Firma Atlas 4x4 hatte sein Fahrzeug ausgestellt. Zusätzlich stand ein Kundenfahrzeug im Rohbau ohne Wohnaufbau auf dem Platz ein Modell 1550 L ex. belgische Armee. Es war Liebe auf den ersten Blick. Genau so ein Fahrzeug musste es sein. Das Teil schien für kirgisisches Terrain gebaut worden zu sein. Soweit die gute Nachricht. Die Schlechte: Dieser Typ ist auf dem Markt praktisch nicht verfügbar und knappe Güter sind bekanntlich teuer (zwischen 40'000.- und 50'000.- €). 

 

Zuhause angekommen haben wir Suchabos angepasst, gewartet und gehofft. Der Typ wird oft für Schutz & Rettung eingesetzt. Lokale Feuerwehren verkaufen älterer ausgediente Modelle über entsprechende Portale. Zudem haben wir ca. 20 grössere Feuerwehren in CH und D angeschrieben in der Hoffnung ein Treffen zu landen. Die meisten haben sich gar nicht gemeldet. Drei Monate später das Mail aus einem Suchauftrag: Unimog, Modell 1550L, Jg. 97, 44'500 km, ex. belgische Armee, 39'000.- €. Eine Kopie von Gaggenau im Museum.
Dani so:

08.30h  Eingang E-Mail Suchabo

08.33h  Mit Verkäufer am Telefon, Interesse zeigen aber nicht zu aufdringlich, Teil reservieren

08.42h  Puls wieder knapp unter 120, Experte für die Besichtigung kontaktiert (Michel Dennig)

08.49h  Mit Verkäufer Besichtigungstermin für den nächsten Morgen in Nahgold (südlich von Stuttgart) bei der Firma IEA vereinbart.

...

 

22.45h immer noch nervös

 

    

Nach 2 Stunden Fahrt voller Vorfreude in Nahgold angekommen - 30 Minuten zu früh. Die Firma war nicht schwierig zu finden. Dutzende militärische Gerätschaften säumten das Areal. Dani nutzte die Zeit das Gelände zu begutachten. Es standen auch Fahrzeuge und Kanonen aus Schweizer Herkunft herum. 

 

Vor einer grossen Halle wurde Dani fündig. Da Stand er nun. Ist er das? Das Fahrzeug, dass uns auf unseren Reisen begleiten wird? Die Frage war schnell beantwortet. Michaels Feedback nach der gemeinsamen Probefahrt : "Wenn Du ihn nicht nimmst, nimm ich ihn."

 

 

1'000.- € Anzahlung, Verkaufsvertrag unterschreiben, bedanken, verabschieden, überglücklich nachhause fahren. Der erste wichtige Schritt ist getan!