Kalimera, Hellas!

 

Der Grenzübertritt nach Griechenland verlief sehr speditiv, obwohl Marlene erneut zum Covid-19 Test antreten musste. 

 

An diesem Tag hatten wir eine klares Ziel vor Augen. Wir hatten eine Einladung von Anastasia einer Freundin von Marlene. Die 300km nach Alexandroupolis haben wir flott auf der Autobahn zurückgelegt. Die Gebühren dazu können wir traditionell an den Zahlstellen begleichen. Die Küstenstadt liegt ganz im Osten nahe der türkischen Grenze. Dieser Teil wird von den Griechen als Reissnagel bezeichnet, denn das boomerangförmige Land wirkt als sei es dort aufgehängt.

 

Anastasia verbringt die Herbstferien mit ihren zuckersüssen Girls Nemea und Melodia im umgebauten Elternhaus am Stadtrand. Es sind herrliche, harmonische 4 Tage, die ausgefüllt sind mit Baden im Meer, Uno spielen und basteln. Wir geniessen auch die herrliche, schmackhafte griechische Küche und lassen uns bei der Bestellung in der Taverne von Anastasia beraten.

 

Der Besuch einer Seidenfabrik und dem Seidenmuseum in Soufli war eine grosse Bereicherung, um zu sehen, wie aus den Kokons der Seidenraupe wunderschöne Stoffe produziert werden. Auch diese Branche darbt angesichts der aktuellen Corona Situation – sehr schade.

Wir verbinden den Ausflug mit einem Besuch bei Costa, einem Onkel von Anastasia, und seiner Familie. Marlene erhielt viele News zur Gartenarbeit und saure wie auch süsse Granatäpfel – wussten wir nicht, dass es das gibt. Wir hatten Feigen und Peperoni vom Baum resp. Strauch gepflückt sowie Lotuspflaumen probiert. Vollgepackt mit frischen Lebensmitteln gings zurück. Das kleine Kätzchen hätten wir am liebsten auch eingepackt. Die Kröte hingegen, obwohl pflegeleichter, wollte dann Marlene nicht. Wir liessen beide Tiere in Griechenland.

 

Lieben Dank euch allen für den perfekten Einstieg. Anastasia, du bist ein Schatz und wir haben euch uhhh lieb.


Chalkidiki, die drei Finger Griechenlands

Erholt und mit dem Bedürfnis sich wieder im Land bewegen zu wollen, reisen wir weiter nach Chalkidiki.

 

Die griechische Halbinsel Chalkidiki lässt unsere Herzen höherschlagen. Kilometerlange Sandstrände, traumhafte, versteckte Buchten, umgeben von türkisblauem Meer, und grüne Naturparadiese sind nur einige Gründe, die für einen Abstecher nach Chalkidiki sprechen. Die drei Landzungen Kassandra, Sithonia und Athos ragen wie Finger ins Mittelmeer, weshalb sie gerne als die „drei Finger Griechenlands“ bezeichnet werden.

 

Schnell haben wir auf Athos einen Stellplatz gefunden. Dieser „Finger" kann nur begrenzt befahren/bereist werden, denn ein Teil davon ist heilig und nicht zugänglich. Athos ist eine orthodoxe Mönchsrepublik die dem griechischen Souverän angehört, jedoch einen autonomen Status innehat. Im Klosterstaat leben mehr als 2000 Mönche. Die Republik liegt 13 Tage hinter der gewöhnlichen Zeitrechnung. Es darf nur männliches Geschlecht in die autonome Region pilgern und nur 10 Pilger pro Tag, vornehmliche Mönche aus anderen Ländern, erhalten ein kurzzeitiges Besuchervisum. Die Einschränkung bezüglich Geschlechts gilt übrigens auch für Nutztiere! 

 

Wir geniessen das Beachhopping sehr, jede Bucht bietet andere Schönheiten. Heute hat Dani vergebens den Kite aufgestellt. Kaum war er ready hat der Wind den Geist aufgegeben. Marlene hatte schon in Deutschland die Idee mit dem Schlauchboot zu Wakeboarden. Das Seil dazu haben wir bei unserem 2h Aufenthalt im Bauhaus (könnt ihr euch erinnern?) erstanden. Unglaublicher Weise reicht der Elektromotor aus um Marlene mit dem Kiteboard rauszuziehen. Teilweise fühlen wir uns wie Kinder und teilweise führen wir uns auch so auf. Gut, sind wir ganz alleine am Strand. Mittlerweile hängen wir alle am Brett und lassen uns ziehen, macht jede Menge Spass, aber Marlene ist die Einzige die wirklich surfen kann. Für mehr Gewicht reicht die Motorkraft nicht. Marlene meint nur trocken: Klein aber fein kann von Vorteil sein. 

 

Wir sind seit gut 5 Tagen zu viert auf Sithonia unterwegs. Nadine und Marc mit ihrem liebenswerten Hund Neo sind nachgerückt und wir haben uns zusammengeschlossen. Sie Reisen mit einem Mercedes Atego und Bimobil-Aufbau. Die Aufmerksamen unter euch wissen, dass wir sie aus Nesebar, Bulgarien kennen. Schlafplätze direkt am Strand sind immer schnell gefunden, es kann jedoch schon passieren, dass wir Marc aus dem Sand ziehen müssen, da sein Lastwagen doch um einiges schwerer ist und sich die Dolce far niente kurz verzögert. Aber nun wissen wir, dass sich unser Abschleppequipment auch für grosse Brummis eignet. (Sorry Marc, musste in den Blog😊.)


Eine Einladung der Mönche

 

 

Nach einer absolut grossartigen, witzigen gemeinsamen Zeit haben wir beschlossen dem Meer den Rücken zu zukehren und weiterzureisen. Einfachhalber getrennt, denn die Reise geht in Richtung «Kultur» und jeder hat da andere Bedürfnisse. Ein Wiedersehen auf dem Peloponnes war beschlossene Sache. 

Nach der Besichtigung von Arnea einem kleinen Ort in der Nähe von Thessaloniki ging es in Richtung Pella weiter. Auf der Fahrt am Fusse einer Hügelkette entlang entdeckt Dani ein Kloster auf dem Gipfel eines Hügels. Anhalten, Googeln, Weg eingeben und hoch geht es. Über Stock und Stein fahren wir das schmale kurvige Strässchen hoch und stehen vor einem roten geschlossen Tor.

 

Wir steigen aus, machen erste Fotos vom grossartigen Panorama, dass sich von hier oben bietet. Das Glück reist mit uns und ein Mönch in seiner typischen schwarzen Robe kommt soeben mit seinem Fahrzeug den Berg hoch. Wir fragen ihn ob eine Besichtigung möglich ist. Er erklärt uns, dass im Moment Ruhezeit ist im Kloster, die Tore aber in etwa einer Stunde geöffnet werden. Er fragt uns ob wir etwas Essen möchten. Wir nehmen das Angebot dankend an. 15 Minuten später stand er mit zwei Laib Brot und zwei Portionen Reis mit Gemüse vor uns – sehr lecker.

 

Wir haben Nadine und Marc sofort geschrieben, sollten sie in der Nähe sein müssten sie dabei sein. Kaum wurden wir von Vater Raphael abgeholt, kommen sie schon an gedüst. Nadine und ich dürfen nur einen kleinen Teil besichtigen da wir weiblich sind (hatten wir doch schon im Bericht über Athos gelesen). Dani und Marc haben uns aber ausführlich rapportiert und uns die Fotos gezeigt. Am Ende bekamen wir noch Kloster-Feta mit auf den Weg. Unsere Spende hat Vater Raphael dankend entgegengenommen und am Schweizer Sackmesser richtig Freude gezeigt. So stehen wir wieder zu viert grinsend vor dem Tor. Der Abschied muss warten.

 

Ach ja, in unmittelbarer Nähe zum Kloster fanden wir einen perfekten Schlafplatz. Beim Abendspaziergang mit Neo findet Nadine eine Porno-CD und wir rätseln wer die wohl in die Büsche geworfen hat.


Zum Geburtsort Alexander des Grossen

 

Unsere «Kulturreise» führte uns über die Pella Region wo wir das Archäologische Museum von Pella besichtigten. Zuvor hatten wir die archäologische Stätte bestehend aus öffentlichen Bädern, Heiligtümern und Villen wohlhabender Mazedonier mit Mosaikdekoration und der ehemaligen Stadt Agora besichtigt. Agora wurde Ende 5. Jahrhunderts vor Chr. Erbaut und zur Hauptstadt des damaligen mazedonischen Reiches gewählt. Pella ist auch der Geburtsort von Alexander dem Grossen. Wir fanden es spannend und interessant aber am Ende waren es dann doch etwas viele alte Steinhaufen. (Sind wir Kulturbanausen?)

 

Weiter ging die Fahrt durch Baumwollplantagen entlang von etlichen Kiwi Sträuchern und Mandelbäumen quer durch die kleinen Dörfer. Idyllischer und entspannter Roadtrip. Der nächste Halt machten wir in Vergina. Dort besichtigten wir das Archäologische Freilichtmuseum. Im genialen Museum konnten wir das königliche Grab Philipps II, Vater von Alexander dem Grossen besichtigen. Dies ist eines der schönsten Museen die wir bisher besucht haben.

 

Schlafplatz hatten wir auf dem Weg zum Mount Olymp inmitten von Olivenbäumen und Ziegen mit Schäfer Georges gefunden. Wie immer füttern wir noch irgendwelche streunende Hunde die uns dann aber auch die ganze Nacht bewachen.


Meteora

Wir fahren weiter zu den imposanten Meteora Klöster. Zwischen Himmel und Erde thronen diese auf mächtigen Sandsteinfelsen. Wir sind vom ersten Anblick an ehrfürchtig und staunen stumm auf die Klöster. Eines der Klöster diente 1981 im James Bond Film «In tödlicher Mission» als Kulisse. Nach dem Sonnenuntergang, als alle Touristengruppen abgereist waren, harrte Marlene noch lange in der Dunkelheit und Stille aus und hoffte die Gebete/Gesänge der Mönche oder Nonnen zu hören. Doch leider vergebens.

 

Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert entstanden die ersten Klosteranlagen auf den Spitzen der Monolithen. Der Mönch Athanassios, auch Meteoritis genannt, war 1356 der Gründer des ersten Klosters Metamorphosis. Insgesamt 24 griechisch-orthodoxe Klöster und Eremitagen wurden in Meteora errichten davon sind heute noch sechs bewohnt und können besichtigt werden.

Wir haben 3 Klöster besichtigt und uns dann zu einer Wanderung aufgemacht. Die Route hat Dani wie üblich modifiziert, so sind wir auf einem kleinen Pfad spektakulär durch die Felsnadeln geklettert. Was absolut genial war und nie wirklich gefährlich. Bei solchen Wanderungen bin ich wohl der beste Kamerad von Dani, denn zwischendurch wird’s für meine kurzen Beine schon anstrengend aber es geht immer irgendwie.

 

Wir waren am Ende fast eine Woche in der Gegend von Kalamanka und Kastraki geblieben und haben noch diverse Aktivitäten genossen und die lebenden und die von Jägern erlegten Tiere bewundert.


Ab in die Berge

Unsere Reise führte uns weiter in den äussersten Osten wo wir durch bezaubernde, traditionelle und urige Dörfchen kurvten. Metsovo, eines davon, liegt an der Bergkette von Pindos auf 1100 M.ü.M.

 

Was uns wirklich beeindruckt hat, ist die Monasterie of Agiou Nikolaou. Die kleine Kirche wurde im 14th Jahrhundert erbaut und die gut erhalten Fresken stammen aus dem 17th Jahrhundert. Es leben noch 2 Mönche und ein «Helfer» dort. Unerwarteterweise durften wir alles fotografieren und wurden sehr freundlich empfangen und rumgeführt. Wir hatten den Eindruck, dass nicht viele Touristen den 30minütigen Marsch den Hügel hinunter machen, denn der Herr nahm sich wirklich sehr viel Zeit. Beim Hinauflaufen entdeckte Dani noch Kastanienbäume und wir lesen natürlich einige Maronen auf. Die werden im nächsten Feuer geröstet.

 

Unser Nachtlager befindet sich in einem Skigebiet auf 1400 M.ü.M. Es ist empfindlich kühl und wir geniessen das erste Mal das Nachtessen in der Kabine.


Oh, ein Malheur

Unser Lebensmittelvorrat reicht in der Regel für 10-14 Tage. Es war wiedermal soweit, der Kühlschrank war leer und das Bier- und Weinlager war aufgebraucht. Wir machten uns auf zum nächsten Einkaufsmarkt. In Griechenland bevorzugen wir den AB Markt oder den Lidl. Diese sind in jeder grösseren Stadt zu finden. Der volle Einkaufwagen stellen wir jeweils vor den Eingang. Dani räumt den Wagen aus und Marlene verstaut alles im Fahrzeug. Standardprozess. Wie oft, wenn der Kühlschrank so voll ist, macht Marlene die obligate Bemerkung: «Der Kühlschrank ist so voll, der fällt uns mal noch aus der Wand».

 

Wir fahren über kleine Bergstrassen in Richtung Ioannina. Auf der Strecke verlassen wir schon mal die Strasse um Sehenswürdigkeiten, in diesem Fall alte Brücken, zu besichtigen. Unser Fahrzeug ist ja für Offroad Strecken gebaut und lechzt danach. Unimog dreckig und wir erschöpft kommen an unserem Zielort direkt am See auf einem Campingplatz an. Marlene möchte den Grossteil der Klamotten durchwaschen. Nur konnten wir die Wäsche nicht aus dem Fahrzeug holen, da die Eingangstüre vom WC in den Wohnraum blockiert war.

 

Ja genau, der Kühlschrank ist aus der Wand gefallen und hat sich zwischen Wand und Türe verklemmt! Wie kommen wir nun wieder in die Kabine? Wir haben keinen Durchgang zur Führerkabine. Fenster einschlagen, Türe aufbrechen? Durchatmen und überlegen. (Tee trinken geht ja nicht!!)

 

Dani hatte die glorreiche Idee in der Aufbewahrungsgarage alles auszuräumen und zu demontieren, sodass wir an die kleine Türe unter dem Bett herankommen und den Verschluss von innen abmontieren konnten. Die schlanke Marlene passte genau durch den neuen Durchlass und konnte innen die Dachluke für Dani öffnen. Zusammen haben wir den Kühlschrank wieder in die Öffnung gestossen. Dani musste die Anschlüsse hinten neu befestigen und den Kühlschrank provisorisch fixieren. Die Schäden hielten sich zu Glück in Grenzen. Einzig die WC-Türe und der Türramen am WC und Kühlschrank sind etwas betroffen. Wir konnten mit zwei Stunden Verspätung unsere Waschsessions starten, was sich sogar in den nächsten Tag zog. Gleichentags haben wir die historischen Gebäude in der Altstadt besichtigt und am Abend in der Taverne einen deftigen Znacht genehmigt. 

 

Am nächsten Morgen erfahren wir durch Zufall, dass der Bezirk Ioannina am nächsten Tag in den Lockdown musste. Also ab durch die Mitte, Gas geben und nix wie weg hier. Griechenland arbeitet mit einem Ampelsystem mit vier Stufen. Von Grün, Gelb, Orange und Rot. Bei Rot gibt es Lockdown und der Bezirk darf nicht mehr verlassen werden. Nur die Lebensmittelgeschäfte haben noch geöffnet.


Das Oracle von Delphi

Wir reisen ab und zu mit dem Navigationsapp Windy-Map. Es bringt uns immer problemlos an den gewünschten Ort, was wir nicht von allen Navi-Apps behaupten können. Durch die sprachlichen Routenanweisungen können wir unser Sixpack trainieren, denn die Computerstimme sagt bei Richtungswechsel immer «biegen sie sich nach rechts bzw. nach links». Also biegen wir uns im Auto immer wieder von der einen auf die andere Seite und finden es immer aufs Neue lustig.

 

Die Besichtigung von Delphi möchten wir gerne erwähnen (wir haben so viele Ausgrabungen besucht und wir werden nur die Eindrücklichsten beschreiben). Delphi ist eine Stadt am Berg Parnass im Süden des griechischen Festlandes. Es befinden sich hier Überbleibsel des Apollotempel aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. In eben diesem Tempel sprach Pythia, die amtierende weissagende Priesterin im Orakel von Delphi, die in veränderten Bewusstseinszuständen ihre Prophezeiung verkündete. Sie sass im Apollotempel auf einem Dreifuss über einer Erdspalte. Ein aus dieser Spalte austretendes Gas versetzte das Oracle in eine Art Trance und die Weissagung erscheint.

 

Die Aussicht ist traumhaft auf die Olivenhaine die im Tal liegen und in der Ferne erblickt man das Meer. Es ist angeblich eine der grössten zusammenhängenden Plantagen in Europa. Die Oliven die wir probiert haben, stammen aus der Ernte 2019, denn die Ernte 2020 beginnt Anfang November und heute ist der 30. Oktober. 


Der Zahnradbahn entlang

Von Delphi aus gings weiter via Rio Brücke nach Patras auf den Peloponnes. Da wieder mal in den Baumarkt, Schrauben für die Befestigung des Kühlschranks kaufen. Etwas weiter östlich an der Nordküste haben wir einen Kitespot gefunden und den nächsten Tag verbracht.

 

Wir fahren weiter in die kleine Küstenstadt Diakofto die für ihre Zahnradbahn «Odontotos» bekannt ist. Die Bahn führt durch die Vouraikos-Schlucht nach Kalavrita. Wir wollten nicht beide Strecken mit dem Zug zurücklegen. So sind wir die 22km durch die Schlucht hoch, den Gleisen entlang gewandert. Rechts und links erhoben sich imposante Steilwände in den Himmel und wir überquerten einige hohe Brücken und liegen durch Tunnels. Das Timing musste passen, damit uns die Bahn nicht erfasste. Die aktuelle Komposition wurde übrigens von Stadler Rail gebaut. 

 

Die Kleinstadt Kalavrita unser Wanderziel hat eine dunkle Vergangenheit, so viel sie im Zweiten Weltkrieg deutschen Soldaten zum Opfer. Die grosse Tragödie passierte 1943. Obwohl ein deutscher Kommandant sein Ehrenwort gab, dass nichts gegen die Bevölkerung unternommen würde, wurden am 13. Dezember alle Bewohner versammelt unter dem Vorwand, ein Arbeitseinsatz stände bevorstehe. Frauen und Männer wurden getrennt. Alle Jungs älter als 14 wurden zu den Männern sortiert. Eine Überlebende schildert den Verlauf so «Plötzlich waren Schüsse zu hören, die Ermordung der Männer hatte begonnen, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten. Sie kletterte im Schulhaus auf dem Dachboden um durch ein Fenster zu sehen, was draussen vorging. Unter den eingesperrten Frauen entstand Panik, denn ihnen wurde klar, dass auch sie nicht überleben würden. Wir im Schulhaus eingesperrten Frauen ahnten, dass wir verbrannt werden sollten und mit aller Gewalt brachen wir Türen und Schlösser auf und stürzten ins Freie. Wir liefen auf die Felder und hinter ihnen brannte unser Heimatdorf nieder.»

 

 

Wir besichtigen das Mahnmal des Holocaust und machen uns unsere Gedanken. 


Olympia

Nach dem Besuch einer Tropfsteinhöhle war Olympia unser nächster geplanter Halt. Die Olympischen Spiele der Antike waren ein bedeutendes Sportereignis zu dieser Zeit. Auch damals schon fanden die Spiele alle vier Jahre statt und er Austragungsort war der Heilige Hain von Olympia auf der Halbinsel Peloponnes. Sie wurden von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. Durchgeführt. Danach gab es eine sehr lange Pause und 1894 wurden die Spiele erneut ausgetragen.

 

 

Teilnehmen durften nur Männer von edler Herkunft, Vollbürger und ohne Blutschuld Herkunft. Die Athleten durften nackt..ohlalal…zu den Wettkämpfen antraben, später wurde dies auch von den Trainern so handgehabt. Am ersten Tag des Turniers Ringen und Faustkampf an. Da im Faustkampf alles ausser Beissen erlaubt war, könnte die doch glatt der Ursprung von MMA sein.  Am zweiten Tag fanden Wettreiten und Wagenrennen statt und der Fünfkampf, der eigentliche Höhepunkt der Spiele.

 

 

 

Der dritte Tag wurde ein Stier geopfert und Langstreckenläufe ausgetragen. Es ginge an dieser Stelle noch weiter. Schaut euch den Link an wenn es euch interessiert. Das Olympische Feuer wird auch Heute noch in den Ruinen von Olympia gezündet.


Etwas Statistik

Wir führen ein Reiseprotokoll. Darin werden alle unsere Ausgaben akribisch dokumentiert. Es ist uns wichtig, dass wir die Kosten im Griff haben und nicht frühzeitig zurück an den Bürotisch bzw. ins Klassen- oder Behandlungszimmer müssen. Wir haben monatlich Ausgaben von ca. 2'000.- CHF also etwa 65.- CH pro Tag für Essen & Trinken, Eintritte, Gebühren z.B. für Camping, Flüge, Reparaturen, Treibstoff, Kleider, Ausgang, Taschengeld, usw. Kosten die auf einer Reise so anfallen. Steuern und Versicherungen sind exkludiert. Essen & Trinken ist mit 46% der grösste Posten gefolgt von Treibstoff mit 29%. Campinggebühren belasten unser Budget lediglich mit 6.7%, da wir meist wild stehen. (46% für Essen!! Wir möchten an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir etwas verfressen sind).

 

Wir sind nun schon über vier Monate unterwegs und haben 10’500km abgespult und dabei 2300 Liter Diesel verbraucht, also ca. 22 Liter auf 100km. Wir zahlten im Schnitt 1.08 € pro Liter und fahren ca. 82 km pro Tag.